USC nach Dresden - Büring: „Ein ganz anderes Spiel!“

Viel gesprochen wird derzeit in der USC-Mannschaft. Redebedarf besteht auch vor dem Match beim Liga-Sechsten in Dresden. [Foto: Hackmann]
Den Gegner hatten die Volleyballerinnen des USC Münster bereits vor fünf Wochen schon einmal. Doch wenn Axel Bürings Team am Sonntag (17.30 Uhr) erneut auf den Dresdner SC trifft, dann ist doch so einiges anders als am 13. Dezember.
„Es ist ein ganz anderes Spiel für uns“, bestätigt da auch Büring selbst. „Diesmal spielen wir auswärts, und nicht am Berg Fidel. Außerdem ist das am Sonntag Bundesliga und nicht das Pokal-Viertelfinale. Und drittens präsentiert sich der DSC mittlerweile stabilisiert“, konstatiert der 42-Jährige, der schlussfolgert: „Wir sind diesmal als Außenseiter beim Favoriten.“
DSC marschiert im DVV-Pokal
Am Samstag, nach einem letzten Training in der Sporthalle Berg Fidel, machen sich die Unabhängigen auf den knapp 600 Kilometer langen Weg in die sächsische Elbmetropole. Am Sonntag dann, am späten Nachmittag, steht das Team dann einem Gegner gegenüber, dem man im Pokal-Viertelfinale am Ende doch deutlich mit 1:3 unterlag. Die Dresdnerinnen marschierten danach weiter, schmetterten sich am 30. Dezember beim in der Meisterschaft noch ungeschlagenen Titelverteidiger Schweriner SC ins Finale des DVV-Cups und wollen am 7. März in Halle/Westfalen den Pokal auch gewinnen. Diese Ambitionen und auch das Erreichen des Achtelfinals im Europacup zeichnet ein Bild von der Stärke der von Alex Waibl trainierten Dresdnerinnen.
Drittes Spiel in acht Tagen
Für den USC ist die Partie an der Bodenbacher Straße das dritte Bundesliga-Match binnen acht Tagen. Dem 0:3 am Sonntag in Hamburg folgte am Mittwochabend vor heimischer Kulisse ein 3:1 gegen den Vorletzten Allgäu-Team Sonthofen. „Dieser Sieg hat uns sehr gut getan und liefert uns die Energie für den nächsten Schritt.“ Dieser Schritt soll, so Büring, sein, dass „wir wieder mehr Sicherheit und Selbstvertrauen bekommen. Ein Auftritt in einer fremden Halle, vor vielen Zuschauern, ist dafür eine gute Gelegenheit“, findet Büring.
Gerisch fehlt dem DSC
Großartig anders einstellen als vor fünf Wochen wird der 42-jährige Amelsbürener seine Truppe allerdings nicht. Zwar werden die Dresdner gezwungenermaßen auf Routinesse und Ex-Nationalspielerin Jana Gerisch (geb. Müller) verletzungsbedingt verzichten müssen. Das Ensemble von der Elbe ist mit Akteurinnen wie Maren Apitz, Stefanie Karg, Kerstin Tzscherlich oder Tesha Harry und Grit Müller nach wie vor bärenstark besetzt. Insofern ändert sich für die Münsteranerinnen doch recht wenig.
"Ziele formuliert"
Nun könnte man denken, dass angesichts der unterschiedlichen derzeitigen Leistungsstände sich der USC den beschwerlichen Weg nach Sachsen sparen und die Punkte mit der Post schicken könnten. Doch natürlich lauern die Unabhängigen auf eine Chance. „Natürlich haben wir Ziele formuliert. Für Dresden und für die Saison. Die bleiben aber intern.“
Lutz Hackmann
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